Indexrechner für Vermieter

Artikelbewertung Indexrechner

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Einleitung

Einige Vermieter haben Probleme damit, ihre Mieten an den Verbraucherpreisindex ordnungsgemäß anzupassen. Das hat unterschiedlichste Gründe. Mit meinem neuen online Indexrechner für Österreich will ich Abhilfe schaffen und dir ein nützliches Tool an die Hand geben, dass dir die Miete und Nachverrechnung berechnet.

Die Anpassung von Mieten bei Immobilien wird oft vernachlässigt

Die häufigsten Gründe für die Vernachlässigung der Wertsicherung der eigenen Immobilien sind:

  • Vergesslichkeit: Der Vermieter vergisst schlicht und einfach zu indexieren (= die Miete anzupassen).
  • Fehlendes Bewusstsein: Den Vermietern ist es nicht bewusst, dass sie viel Geld verlieren, wenn sie die Miete nicht anpassen.
  • Fehlendes Wissen: Die Immobilienbesitzer wissen nicht ob und wann sie eine Mietanpassung und -nachverrechnung durchführen dürfen.
  • Komplexität: Der Vermieter muss sich jedes Jahr in die Materie der Indexanpassung neu einarbeiten und mit dem Index hin & her rechnen bis die neue Miete ermittelt ist.

Warum du als Vermieter indexieren solltest

Durch die Indexierung deiner Immobilie passt du den Wert der Miete an die aktuelle Inflation an und sorgst dafür, dass deine Mieteinkünfte wertgesichert bleiben. Hier findest du mehr zum Thema Inflation.

Vermieter haben sogar Angst die Miete zu erhöhen

Einige Vermieter haben sogar Angst, ihre Mieten zu erhöhen. Stell dir mal ihre Situation vor: Du hast einen Mieter, der immer pünktlich zahlt, den du sympathisch findest und der schon jahrelang in deiner Wohnung lebt.

Zufällig hast du herausgefunden, dass ein Bekannter von dir eine andere Wohnung in der Nähe neu vermietet, aber pro Quadratmeter mehr Miete verlangt. Du würdest auch gerne mehr Miete von deinem jetzigen Mieter verlangen.

Jedoch hast du aber Gewissensbisse, dass du ihm diese Mieterhöhung nicht zumuten willst und zusätzlich Angst, dass er dir dann einfach kündigt und du dir dann einen neuen Mieter suchen musst. Daher entscheiden sich einige, ihre Mieten auf Dauer nicht zu erhöhen.

Das mag zwar eine sehr nette menschliche Geste sein, ist aber aus finanzieller Sicht von Nachteil, denn du schenkst dem Mieter jeden Monat Geld. Außerdem: Je länger du mit dem indexieren (Miete erhöhen) wartest, desto schlimmer wird die Mieterhöhung den Mieter treffen, weil sie immer höher ausfällt.

Wenn du einen Mittelweg finden willst, dann wäre dies hier eine gute Lösung:

Du kannst in Österreich bei Immobilien, die nicht in das Mietrechtsgesetz fallen bis zu 3 Jahre rückwirkend den entgangenen Mietzins in Rechnung stellen. Das Stichwort dafür lautet „Nachverrechnen„. Dieser Betrag lämpert sich meist zusammen und du kannst deinem Mieter sagen, dass du ihm großzügigerweise die 3 Jahre an Mietnachzahlung erlässt, aber du trotzdem die Miete gemäß dem Verbraucherpreisindex anpassen musst. So kommst du dem Mieter etwas entgegen.

Rechenbeispiel

Folgend ein Beispiel, das verdeutlicht, wie viel Geld du dir durch die Finger rinnen lässt, wenn du nicht indexierst.

Annahmen:

  • Die Miete für deine Immobilie beträgt 500 Euro pro Monat.
  • Der Mietvertrag wurde im Jänner 2010 abgeschlossen.
  • Die Wertsicherung der Miete wurde im Mietvertrag mit einem Schwellwert von 3% mit dem Verbraucherpreisindex von 2005 vereinbart.
  • Es wurde noch nie eine Mieterhöhung gemacht.

Wenn du bis zum April 2020 nie eine Mieterhöhung durchgeführt hast, sind dir insgesamt 6.156,66 EUR an Miete durch die Lappen gegangen.

Berechnung entgangene Mieten:

  • Februar 2011 – Februar 2012: 208 EUR ((516 – 500) x 13 Monate)
  • März 2012 – November 2013: 726,18 EUR ((534,58 – 500) x 21 Monate)
  • Dezember 2013 – November 2016: 1.938,52 EUR ((553,82 – 500) x 36 Monate)
  • Dezember 2016 – Mai 2018: 1.307,7 EUR ((572,65 – 500) x 18 Monate)
  • Juni 2018 – März 2020: 1.976,26 EUR ((589,83 – 500) x 22 Monate)
  • = 6.156,66 EUR

Die einzig gute Nachricht in diesem Fall wäre, wenn du nicht unter das Mietrechtsgesetz fällst, dass du dir die letzten drei Jahre vom Mieter zurückholen kannst.

Glücklicherweise braucht dir das nicht mehr passieren.

Lösung: Der neue Indexrechner

Daher habe ich einen neuen kostenlosen Online-Indexrechner erstellt, mit dem du ganz einfach die wertgesicherte Miete und die dazugehörige Nachverrechnung in Österreich ermitteln kannst:

 

     
Immobilientyp
Indexreihe
Vertragsbeginn / Ausgangsdatum der Mietanpassung
Anpassungsmonat
Miete  
Prozentschwelle für jede Anpassung

Datum der letzten Nachverrechnung (wenn du z.B. Jänner angibst, dann wurde Jänner auch noch nachverrechnet)


 

 

 

 

Details:

Ausgangsdatum der MietanpassungVPI ZahlÄnderungsrate des VPIMiete

 

 

Der VPI liegt derzeit bei ...

Du kannst die nächste Mietanpassung vornehmen, wenn der VPI erreicht.


Anmerkungen zu den Berechnungen:

Dieser Wertsicherungsrechner wurde zwar mit großer Sorgfalt erstellt, aber Fehler können dennoch auftreten. Sollten dir welche auffallen, so melde dich bitte bei mir. Wenn du korrekte Berechnungen haben willst, die der aktuellen Gesetzeslage entsprechen, so suche bitte einen Steuerberater auf. Alle Angaben ohne Gewähr. Sämtliche Werte wurden kaufmännisch gerundet.

 

Hilft dir der Indexrechner weiter? Hast du Verbesserungsvorschläge? Ich freue mich auf deine Kommentare.

 

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