Mein Weg in die Selbstständigkeit

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Habe schon länger nichts mehr hören lassen…

Ihr habt nun schon länger (3 Monate) nichts mehr von mir gehört, aber bei mir ging es in letzter Zeit drunter und drüber. Ich musste meinen Vollzeitjob als Softwareentwickler mit meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit und anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten vereinbaren, wodurch mir keine Zeit mehr für den Blog blieb.

Im April 2019 quittierte ich meinen Vollzeitjob, um mich meiner Selbstständigkeit vollkommen zu widmen.

Warum überhaupt selbstständig sein?

Für mich gab es folgende Schlüsselüberlegungen:

Ich bin ein Mensch, der Freiheit, Unabhängigkeit und Abwechslung liebt. Das alles stellt mir meine Selbstständigkeit als Softwareentwickler bereit.

Freiheit in dem Sinne, dass ich mir aussuchen kann wann, mit wem & von wo ich arbeite.

Unabhängigkeit in der Hinsicht, dass ich nicht mehr vollkommen abhängig von einem einzigen Arbeitgeber bin, sondern mehrere Kunden gleichzeitig habe, und falls mal ein Kunde wegfällt mir das finanziell nicht so weh tut.

Abwechslung bekomme ich einfach dadurch, indem ich mit vielen verschiedenen Kunden an unterschiedlichen Projekten arbeite und so viel dazu lerne.

Nachteile der Selbstständigkeit

Natürlich ist die Selbstständigkeit auch mit Risiken verbunden. Das größte Risiko in meinen Augen ist, dass ich kein geregeltes Einkommen mehr habe und selbst Kunden akquirieren muss, was gerade für introvertierte Personen eine Herausforderung darstellt.

Weiters gibt es noch den wichtigen Faktor der Eigenverantwortung (das muss aber kein Nachteil sein). Selbstständigkeit heißt Verantwortung zu übernehmen und dir alles selbst zu organisieren. Es gibt keinen Chef mehr, der dir Arbeitspakete nach einem Kochrezept vorlegt, sondern du musst selbst aktiv werden und dir einteilen, wann du welche Arbeit für welchen Kunden erledigst.

Fazit als nebenberuflicher Selbstständiger

Nach etwas mehr als einem Jahr als nebenberuflicher Selbstständiger (seit Jänner 2018) habe ich nun den Schritt in die Vollzeit Selbstständigkeit gewagt. Diese Sicherheitsvariante (zuerst nebenberuflich etwas aufbauen, dann, wenn es halbwegs läuft, auf Vollzeit umsatteln) war mir persönlich extrem wichtig, um meine Einkommenssituation etwas abzufedern, auch wenn das bedeutete, an Wochenenden zu arbeiten.

Meine wichtigsten Learnings waren Folgende:

  • Ohne dem persönlichen Netzwerk und Weiterempfehlungen geht es anfangs nicht
    • Ich habe gelernt, dass gerade am Anfang der Selbstständigkeit das persönliche Netzwerk und Weiterempfehlungen die wichtigsten Instrumente sind, um an Aufträge zu kommen. Es ist beinahe unverzichtbar, sich auf Netzwerkveranstaltungen blicken zu lassen und mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, denn man weiß nie, was sich in Zukunft daraus ergeben kann.
  • Trete professionell auf und verhalte dich genauso
    • Professionelles Auftreten (z.B. gepflegtes Auftreten, Visitenkarten, Online Reputation, …) und Verhalten (z.B. Beantwortung von Anfragen innerhalb eines Werktages) sind äußerst wichtig, weil sie beeinflussen, wie du von anderen wahrgenommen wirst und letztendlich darüber entscheiden, ob du einen Auftrag bekommst, oder nicht.
  • Übertreffe die Erwartungen deiner Kunden
    • Ich habe gelernt, wenn ich die Extra-Meile für meine Kunden gehe und dies auch kommuniziere, dass danach meine Kunden sehr zufrieden mit mir sind und mich dann gerne uneingeschränkt an andere Kunden weiterempfehlen.

Derzeit bin ich zum Start als Vollzeit Selbstständiger zwar nur etwa zur Hälfte ausgelastet, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das in den nächsten Monaten verbessern wird.

Und da ich derzeit noch nicht so eingespannt bin in meiner Selbstständigkeit, leiste ich es mir im Sommer zwei Monate auf ein freiwilliges soziales Praktikum nach Indonesien zu gehen.

Hast du schon mal überlegt in die Selbstständigkeit zu wechseln?

 

Bleib Hungrig!

Dein Pfennigfuchser

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