8 Dinge, die dir im 1. Berufsjahr deine Karriere versauen können – falls du sie falsch machst

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Einleitung

Es dauert Jahre sich einen guten Ruf aufzubauen, aber nur Sekunden, diesen zu zerstören. Hast du davon schon einmal gehört? Genauso verhält es sich mit deiner Karriere.

Trittst du der falschen Person auf den Schlips, oder legst negative Eigenschaften an den Tag, so kannst du deine Karriereambitionen im jetzigen Unternehmen schon einmal begraben.

In diesem Artikel lernst du die 8 Dinge kennen, die du auf keinen Fall im 1. Berufsjahr tun solltest, wenn du erfolgreich Karriere machen willst.

1. Keinen guten Eindruck hinterlassen

Hat man jemals eine zweite Chance für den ersten Eindruck? Wahrscheinlich nicht!

Daher ist es wichtig, dass du gerade am Anfang deine positiven Qualitäten herauskehrst und diese deinem Chef und deinen deinen Kollegen zeigst.

Pünktlichkeit, angemessene Kleidung, sowie ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Ganz klar empfiehlt es sich deine Aufgaben ordentlich und gewissenhaft zu erledigen und zusätzlich kannst du Pluspunkte sammeln, indem du von Zeit zu Zeit deinen Chef nach konstruktivem Feedback fragst und dieses auch umsetzt.

2. Wenige Fragen stellen

Jemand, der keine Fragen stellt, weiß entweder alles schon, oder ist zu schüchtern, Fragen zu stellen.

Beides sind keine guten Tugenden und daher gilt: Es gibt keine dummen Fragen.

Gerade am Anfang solltest du ausgiebig Fragen stellen. Das zeugt nicht nur von deiner Neugier, sondern auch von deiner Lernwilligkeit!

Bei manchen (v.a. technischen) Fragen lohnt es sich diese schon vorab im Internet zu recherchieren, bevor du Kollegen um Hilfe bittest. Falls du dann nicht weiter kommst, wird dir keiner böse sein, wenn du auf Kollegen freundlich zugehst und sinnvolle Fragen stellst.

Wie funktioniert alles? Was muss ich wissen, um effizient arbeiten zu können? Zu wem muss ich gehen, wenn ich z.B. Materialen oder Parkgenehmigung brauche? usw.

3. Keine sozialen Kontakte knüpfen

Katapultiere dich ins soziale Abseits, wenn du in der Arbeit keine Beziehung zu deinen Arbeitskollegen aufbaust. Du verbringst immerhin einen großen Teil deiner Lebenszeit in der Arbeit, und soziale Kontakte helfen dir, während dieser Zeit besser zurechtzukommen.

Pflege daher einen freundlichen Umgang mit deinen Kollegen und bringe dich sozial mit ein. Nutze das gemeinsame Mittagessen oder die Teeküche, um ins Gespräch zu kommen und zeige Interesse an deinen Kollegen.

Tipp:

  • Baue Beziehungen zu den richtigen Kollegen auf und halte dich von negativen Kollegen, die dich runterziehen, wie Lästerer oder Großmäuler, fern.
  • Finde die Geburtstage der Kollegen heraus, stelle dir eine Erinnerung im Kalender und gratuliere ihnen persönlich, wenn es soweit ist. Sie werden sich sicher freuen.
  • Ein Einstandsessen bzw. -gebäck kommt meist auch immer gut an, wenn es zur Unternehmenskultur passt.

4. Keinen Leistungswillen zeigen

Kaum ist dein erster Monat vorbei, warst du schon mehrmals im Krankenstand und willst nächsten Monat gleich mehrere Tage in den Urlaub gehen. Was sagt das über dich aus?

Tun solltest du genau das Gegenteil:

Zeig deinem Chef, was in dir steckt. Ehrgeiz, Leistung und Motivation kommen in den meisten Unternehmen stets positiv an. So hast du nicht nur eine bessere Position bei deiner ersten Gehaltsverhandlung, sondern entwickelst dich auch in deinem Unternehmen zu einem unersetzbaren Mitarbeiter.

Tipp:

  • Gerade am Anfang kann es gut ankommen, ein paar Überstunden zu leisten, da deine Routine noch nicht da ist und du deinem Chef Leistungswillen zeigst, wenn du abends nicht als Erster nach Hause gehst.
  • Drehe keine Däumchen, wenn du mit deiner Arbeit mal schneller fertig bist, sondern frage, wie du deinen Kollegen helfen kannst.

5. Das Umfeld nicht beobachten

Wenn du nicht mitbekommst, was in deinem Arbeitsumfeld passiert, oder was hinter deinem Rücken abläuft, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du schnell in das falsche Fressnäpfchen trittst und dich unbeliebt bei Kollegen machst.

Beobachte daher am Anfang alles genau und lerne dadurch die ungeschriebenen Gesetzte und Spielregeln in deinem Unternehmen kennen. Mit der Zeit erfährst du, wie der Laden wirklich läuft.

Tipp:

  • Achte darauf, wie Kollegen miteinander umgehen
  • Lass dich nicht in negative Konflikte hineinziehen (z.B. Lästereien über andere Kollegen), sondern halte dich raus, so gut es geht.

Profi-Tipp:

  • Finde heraus, wer die Informationsverteiler (z.B. Sekretärinnen & Empfangsdamen) sowie Entscheidungsträger sind –  also wer die informelle Macht im Unternehmen hat. Es kann z.B. sein, dass jemand objektiv gesehen eine völlig unbedeutende Position hat, aber der Abteilungsleiter sehr viel Wert auf die Meinung dieses Menschen legt. Indem du dich gut mit solchen Personen stellst, erfährst du, wie Kollegen zueinander stehen und bekommst wertvolle Informationen, an die sonst keiner kommt.

6. Sich am Anfang nicht zurückhalten

Versuche nicht gleich alle deine neuen Ideen umsetzen, denn du bist frisch im Unternehmen und musst dich zuerst einmal gegenüber denen beweisen, die schon länger dort sind.

Daher kann es am Anfang nicht schaden deinen Tatendrang etwas zu zügeln.

Tipp:

  • Reibe nicht alle deine tollen Ideen dem Chef sofort unter die Nase, sondern schreibe deine Ideen auf und evaluiere einige Zeit später, ob diese Ideen noch immer gut sind. Falls ja, kannst du sie jetzt deinem Chef vorstellen.
  • Lasse dir am Anfang keine großen Versprechungen und Zusagen entlocken. Mit der Zeit kannst du besser einschätzen, welche Versprechen du halten kannst und welche nicht.

7. Privates von beruflichem in sozialen Netzwerken nicht trennen

Du hast sicher schon diese Geschichten gehört, wo jemand aufgrund von unschönen Äußerungen oder Bildern auf Facebook vom Arbeitgeber gekündigt worden ist.

Mache nicht den selben Fehler wie z.B. im Krankenstand private Partyfotos zu posten, die dein Chef oder deine Kollegen sehen könnten!

Daher macht es am Anfang Sinn privates von beruflichem in sozialen Netzwerken zu trennen.

Tipp:

  • Benutze einen 2. Facebook Account oder ordne jedem deiner sozialen Netzwerke nur einen einzigen Zweck zu (z.B. Facebook für seriöse Zwecke, während du auf Instagram Fotos von dein Privatleben postest und dir dort keine Personen von der Arbeit folgen).
  • Vermeide es während der Arbeitszeit auf Facebook zu oft zu surfen.

8. Sich nicht um Finanzen und Versicherungen kümmern

Mit dem Berufseinstieg musst du auch zwangsläufig mehr Verantwortung übernehmen. Dies betrifft auch deine Finanzen und solltest du hier nicht aktiv werden, so wirst du später eine saftige Rechnung dafür präsentiert bekommen, dass du dich nicht um dein Geld umgeschaut hast.

Es lohnt sich, dass du dir zuerst einen Überblick über deine finanzielle Situation verschaffst und dir bewusst wird, wie viel Geld du einnimmst und ausgibst. Hierbei kann dir ein Haushaltsbuch sehr helfen. Hier findest du ein paar nützliche Tools dazu.

Tipp:

  • Baue deine Schulden ab, falls du welche hast.
  • Lege dir regelmäßig etwas Geld zur Seite, damit du auch gegen schlechte Zeiten gewappnet bist.
  • Finde heraus, welche Versicherungen du wirklich brauchst. Die grobe Regel lautet hier: Alle existenzbedrohenden Risken sollten abgedeckt sein. Mehr Informationen findest du hier.
  • Vergleiche die verschiedenen Angebote von Versicherungen & Banken (auch online) miteinander.

Fazit

Im ersten Berufsjahr werden meist die Weichen für deine Karriere gestellt.

Du selbst hast großen Einfluss auf deine Karriere, denn du kannst maßgeblich beeinflussen, wie du von anderen wahrgenommen wirst und später einmal als würdig empfunden wirst, eine Beförderung zu erhalten.

Solltest du die oben genannten Punkte beachten, so hast du eine gute Chance, diese Wahrnehmung zu steuern und deine Karriere erfolgreich voranzutreiben.

 

Bleib Hungrig!

Dein Pfennigfuchser

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