Die 3 Schritte für deine finanzielle Unabhängigkeit – Teil 3

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Einleitung

Im vorherigen Artikel dieser Serie habe ich dir gezeigt, wie du deine jetzige finanzielle Situation evaluierst und wie du dir deine magische Zahl, die du zur finanziellen Unabhängigkeit brauchst, errechnest.

Dieser dritte Teil zeigt dir, welche Schritte du für die finanzielle Unabhängigkeit gehen musst. Konkret: wie du mit Schulden umgehen sollst und welche Sicherheitsnetze du brauchst, damit du sicher und erfolgreich deine finanzielle Unabhängigkeit erreichst.

Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Erklimmen des höchsten Bergs der Welt – dem Mount Everest. Beste Planung und Vorbereitung sind unabdingbar und überlebenswichtig für dieses ehrgeizige Unterfangen.

Abbau von Schulden

So wie es beim Mount Everest verschiedene Bergsteigerrouten und Einstiegspunkte gibt, so verhält es sich auch mit der finanziellen Unabhängigkeit.

Manche starten auf dem Weg zum Gipfel weiter oben, weil sie schon etwas zusammengespart haben, während andere ganz unten anfangen, weil sie noch Schulden besitzen.

Jedoch sollte man sich durch dieses Schulden-Handicap nicht entmutigen lassen, sondern die Herausforderung annehmen und sich selbst beweisen, dass man es finanziell bis ganz nach oben schaffen kann.

Solltest du im vorherigen Schritt – beim Ermitteln deines Nettovermögens – festgestellt haben, dass du Schulden besitzt, so solltest du diese zunächst einmal kategorisieren.

Generell unterscheidet man zwischen guten und schlechten Schulden.

Gute Schulden bedeuten, dass du das geborgte Geld verwendet hast, um Investitionsgüter anzuschaffen. Ein Investitionsgut behält i.d.R. den Wert (z.B. Gold) bei, generiert zusätzliche Einnahmen (z.B. Aktien, vermietete Wohnung, etc.) oder spart künftig Kosten (z.B. neue Heizung) ein.

Schlechte Schulden kennzeichnen sich dadurch, dass du das geborgte Geld für Konsumgüter ausgegeben hast. Ein Konsumgut verliert rasch an Wert (z.B. Möbel, Fernseher, Kleider, etc.) und kann dir monatlich Geld kosten (z.B. Auto).

Daher solltest du schlechte Schulden schnellstmöglich loswerden und niemals welche aufnehmen! Vermeide es dir z.B. ein Auto auf Pump zu kaufen!

Gute Schulden hingegen sind o.k. und dürfen gemacht werden.

Absicherung deiner Finanzen

Jeder gute Bergsteiger überprüft vor dem Bergsteigen nochmal seine Ausrüstung. Dies ist überlebenswichtig, denn niemand würde mit einem alten Seil klettern gehen, welches bei der nächsten größeren Belastung reißen würde.

Auch deine finanzielle Unabhängigkeit sollte mit genügend Sicherheitsseilen ausgestattet sein. Falls du einmal finanziell nach unten fällst, sollte eine Versicherung da sein, die diesen Fall abfedert.

Es herrschen viele (teils widersprüchliche) Expertenmeinungen vor, welche Versicherungen du wirklich benötigst, aber viele davon sind sich einig, dass zumindest existenzbedrohende Risiken abgesichert sein sollten.

Existenzbedrohende Risiken sind meiner Meinung nach Ereignisse, die beim Eintreten dein ganzes Vermögen aufzehren (du fährst z.B. bei einem Skiausflug in jemanden unabsichtlich hinein, diese Person wird dadurch querschnittsgelähmt und verlangt von dir ein Leben lang Schadensersatz) oder dein Haupteinkommen massiv negativ beeinträchtigen können (z.B. der Verlust deiner Arbeitskraft durch einen Freizeitunfall).

Daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert zumindest eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, die dich gegen etwaige Schadensersatzforderungen im Alltag absichert.

Versicherungen sind allerdings ein eigenes Thema für sich und daher gehe ich auf andere Versicherungen wie z.B. Berufsunfähigkeits-, Krankenzusatz-, Rechtsschutz-, Haushalt-, Lebensversicherung, usw. näher in meinem kostenlosen E-Book ein.

Aufbau einer eisernen Reserve

Beim Erklimmen des Mount Everest solltest du immer genügend Sauerstoffreserven mitführen, da die Luft oben schnell sehr dünn wird. Wenn du zu wenig Reserven mit dir mitführst, musst du wohl oder übel kurz vor dem heiß ersehnten Ziel wieder umkehren müssen.

Deine Sauerstoffflaschen für die finanzielle Unabhängigkeit ist die „Eiserne Reserve“.

Unter der eisernen Reserve versteht man sofort verfügbares Geld, welches du für schlechte Zeiten beiseite legst (wenn du z.B. mal mehrere Monate aufeinander arbeitslos oder krank bist).

Die eiserne Reserve sollte je nach Lebenssituation zwischen 2 und 5 Nettomonatsgehältern betragen.

Wenn du z.B. Kinder hast, solltest du eine höhere eiserne Reserve haben als jemand, der Single ist, zur Miete wohnt und nicht einmal ein Auto hat.

Mehr zu dieser Thematik findest du ebenfalls in meinem kostenlosen E-Book.

Fazit

Beim Bergsteigen als auch bei der finanziellen Unabhängigkeit gibt es einiges zu beachten.

Ein langer Atem und sorgfältige Vorbereitung gehören in beiden Fällen immer dazu.

Die wesentlichen ersten Schritte für deine finanzielle Unabhängigkeit sind folgende:

  • Baue schlechte Schulden ab und meide diese
  • Sichere dich gegen existenzbedrohende Risiken mit geeigneten Versicherungen ab
  • Baue dir eine ausreichende, eiserne Reserve auf

Hast du noch Fragen/Ängste/Zweifel, die dich zurückhalten deinen finanziellen Mount Everest zu erklimmen? Dann freue ich mich über dein Kommentar, um diese zu beantworten oder zu zerstreuen.

 

Hier findest du nochmals alle Artikel dieser finanziellen Unabhängigkeitsserie:

 

Bleib Hungrig!

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