Das kostet dich ausziehen von daheim – Ein Praxisbeispiel

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Einleitung

Hast du dich jemals gefragt, was es dich finanziell kostet von zu Hause auszuziehen? Dann bist du hier goldrichtig. In diesem Artikel werde ich anhand eines Praxisbeispiels von mir zeigen, wo die großen Unterschiede bei den Ausgaben vor dem Auszug von zu Hause und nachher liegen.

Der Rahmen des Selbstversuchs

  • Ich habe während der letzen 2 Jahre ein sehr detailliertes Haushaltsbuch geführt mithilfe dieses  Spreadsheets: Laufende-Kosten.zip
  • Um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen habe ich den Monatsdurchschnitt der Ausgaben zweier Zeiträume (zu Hause leben & WG in Wien) miteinander verglichen
  • Beide Zeiträume umfassen jeweils 6 Monate (immer Oktober – März) zwecks Vergleichbarkeit
  • Untypische Ausgaben, welche die Vergleichbarkeit beider Zeiträume erschweren (wie z.B. Kaution für die WG, Coachingausgaben) wurden bereinigt
  • Während der Zeit in Wien fuhr ich oft (ca. alle 2 Wochen) nach Hause, was sich in leicht erhöhten Ausgaben für Fahrzeug & Transport widerspiegelt. Allerdings wird diese Ausgabe durch die zu Hause ersparten Kosten (etwa Essen) wieder ausgeglichen.
  • Damit beide Zeiträume vergleichbar waren, habe ich angenommen, dass die Kosten für Versicherungen die selben sind (da ich manche dazumal noch nicht hatte)
  • Ich war während des gesamten Betrachtungszeitraums als Student registriert

Ergebnisse

Ausgaben-Zeit_in_Wien

Ausgaben-Zeit_zu_Hause

Während der WG-Zeit in Wien hatte ich durchschnittliche Ausgaben in Höhe von 939 EUR während ich zu Hause „nur“ 440 EUR im Durchschnitt brauchte.

Dieser enorme Unterschied lässt sich hauptsächlich auf die Wohnungskosten (durchschnittlich 353 EUR Mehraufwand), Essen & Gastronomie (durchschnittlich 120 EUR Mehraufwand) sowie Fahrzeug & Transport (durchschnittlich 48 EUR Mehraufwand) zurückzuführen.

Erkenntnisse

Das Ausziehen von zu Hause hat meine Ausgaben quasi verdoppelt.

Die neuen, zusätzlichen Kosten (939 EUR minus 440 EUR ergibt 499 EUR) untergliedern sich überschlagsmäßig wie folgt:

  • Etwa 70% davon entfielen auf Wohnungskosten
  • Etwa 20% gehen zurück auf gestiegene Verköstigungskosten
  • Etwa 10% entstanden durch zusätzliche Kosten für Verkehrsmittel

Fazit

Aus einer streng finanziellen Perspektive bringt das Ausziehen von zu Hause einen erheblichen finanziellen Mehraufwand mit sich.

Andererseits sind viele Leute durchaus bereit für die neu gewonnene Freiheit & Unabhängigkeit die zusätzlichen Kosten zu tragen.

Letztlich stellt sich für die meisten Menschen gar nicht die Frage, ob sie jemals von zu Hause ausziehen, sondern nur wann es soweit sein wird.

Bleib Hungrig!

Dein Pfennigfuchser

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo Chris,

Selbige Rechnungen habe ich mir auch gemacht, schlussendlich bin ich nun Ausgezogen und lebe mit meiner Freundin zusammen in einer 2.5 Zimmer Wohnung. An Fixkosten zahle ich lustigerweise praktisch den selben Betrag, da ich meine Eltern monatlich Unterstützt habe als ich noch bei ihnen gelebt habe 🙂

Gruss
Der Sparkojote

Antworten

Hey Chris,

starker Artikel! – DANKE

Alles Liebe
Robert

Antworten

Hallo Chris,
toller Artikel. Bei mir erscheint demnächst auch ein Artikel über die Kosten der ersten Wohnung. Super, dass du das Thema ebenfalls aufgreifst, denn viele unterschätzen die Kosten.

Schöne Grüße
Manuela

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